COB beim Pferd (Chronisch obstruktive Bronchitis)

COB beim Pferd

Winterzeit: Vermehrt kommt es jetzt zu der gefürchteten Diagnose COB „chronisch obstruktive Bronchitis“ beim Pferd. COB ist ein Fachterminus für mehrere Erkrankungen der Atemwege, die über einen mehrwöchigen Zeitraum beim Pferd anhalten. Das Tier hustet, das Atmen ist erschwert (vor allem der Vorgang des Ausatmens), die Leistungsfähigkeit geht peu a peu zurück.

Ursache

Auslöser für COB beim Pferd ist meist eine Fragilität des Organismus gegenüber diversen Stäuben, Schimmel und Gasen, eine allergische Disposition ist anzunehmen, jedoch nicht zwingend vorhanden. Daher kommt es besonders zur Zeit des Aufstallens im Herbst/Winter zu exponentiellem Anstieg der diagnostizierten Erkrankungen.

Eine bereits bestehende (Virus)Erkrankung kann den chronischen Verlauf begünstigen, da die bereits in Mitleidenschaft gezogenen Schleimhäute beginnen, anzuschwellen. Mehr Schleim wird produziert. In diesem Schleim finden sich auch immer Partikel von z.B. Ammoniak, Schimmelpilzsporen und Staub. Ein gesundes Pferd ist in der Lage, dies über die Lungenhärchen abzutransportieren, z.B. mit Schnauben und Husten. Doch ist die Menge zähen Schleims zu groß, sind die Atemwege bereits durch die Entzündung der Schleimhaut angeschwollen und entsprechend verengt (=bronchospasmatisch). Dann sieht man dem Pferd bereits beim (Aus-)Atmen die Qualen an: Die sogen. Bauchatmung wird sichtbar.

Bitte vermutet nicht einfach nur eine COB beim Pferd. Die Diagnostik sollte unbedingt von einem Tierarzt durchgeführt werden!! Sobald ein Pferd hustet, ist dies nie erst der Beginn einer Erkrankung, sondern ein bereits aus fortgeschrittener Schwächung resultierendes Symptom!!

Verlauf COB beim Pferd

Was ist da nur los? Die Bronchien verkrampfen, die Lungenbeweglichkeit verebbt. Das Ausatmen fällt schwer, so dass immer mehr (verbrauchte) Luft in den Lungenbläschen verbleibt, O2-reiche Luft kann weniger eingeatmet werden. Dem Tier geht regelrecht der Saft aus, die Organismus-/Zellversorgung mit neuer Energie durch Sauerstoff bleibt auf der Strecke.

Nun versucht die Rumpfmuskulatur zu helfen, indem sie versucht, die verbrauchte Luft aus den Lungen zu drücken. Das Pferd leidet nicht nur unter der eingeschränkten Funktionalität seines Atemsystems, nein, auch die Muskeln im Hals-, Schulter- und Bauchbereich sowie das Zwerchfell müssen aus dem Verspannungszustand gelöst und in Ihre eigentliche Zweckmäßigkeit zurückgeführt werden.

Merke: Durch diese „muskuläre Hilfsarbeit“ des erkrankten Pferdes kündigen sich Atmungsprobleme oftmals bereits durch diffuse Lahmheiten / Taktunreinheiten der Vorhand an- lange, bevor eine pathologische Atmung für den Laien erkennbar wird.

Was kann man tun?

Natürlich müssen die Haltungs- und Fütterungsbedingungen hinterfragt und in der Folge daraus optimiert werden.

Bewegung ist sehr wichtig, um das Sekret zum Abfließen zu bringen. Lässt es der Zustand des Pferdes zu, unbedingt verfassungskonform bewegen; Ein Galopp dabei ist dem Ganzen durchaus dienlich.

Konservative Behandlung durch den Tierarzt mit u.a. Sympathomimetika und Schleimlöser

Phytotherapie-Homöopathie-Inhalationsmaßnahmen

Tolle Ergebnisse erzielt hier auch die traditionell chinesische Akupunktur in Kombination mit Lasertherapie! Leider fällt das den meisten Besitzern erst sehr spät ein.

 

 

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